VATIKAN - Papst Franziskus aus dem Krankenhaus: "Ich danke für die Zuneigung, lasst uns weiter für den Frieden beten“

Sonntag, 16 Februar 2025

Vatikanstadt (Fides) - "Ich danke euch für die Zuneigung und das Gebet. Ich lade alle ein, weiter f+r den Frieden in der gemarterten Ukraine, in Palästina, in Israel und im gesamten Nahehn Osten zu beten; in Myanmar in Kivu und im Sudan", heißt es in dem Text, den Papst Franziskus zum Angelus am 16. Februar verbreiten ließ. Der Papst ist seit dem 14. Februar mit einer Bronchitis im Krankenhaus. Mit einem besonderen Gruß wandte sich der Papst auch an die Künstler, die aus verschiedenen Teilen der Welt nach Rom gekommen waren, um die Heilig-Jahr-Feiertage zu erleben.
Alle für diese Tage geplanten Termine des Papstes wurden abgesagt, mit Ausnahme der Messe, die er im Petersdom anlässlich der Jubiläumsveranstaltung für die Welt der Kunst und Kultur leiten sollte. Im Namen des Bischofs von Rom, der seine Grüße übermittelte, stand Kardinal José Tolentino de Mendonça, Präfekt des Dikasteriums für Kultur und Bildung, der Eucharistiefeier vor und verlas die vom Papst für diesen Anlass vorbereitete Predigt, in der er das Sonntagsevangelium und die Seligpreisungen kommentierte, einen Text, den Papst Franziskus wiederholt als die „Magna Carta“ des Christen bezeichnet hat.
In „einer Zeit, in der neue Mauern errichtet werden“, seien die Künstler - so betonte der Papst in der vom portugiesischen Kardinal verlesenen Predigt - „Hüter der Seligpreisungen“.“ Ihr, Künstler und Kulturschaffende, seid gerufen, Zeugen der revolutionären Vision der Seligpreisungen zu sein. Eure Aufgabe ist es nicht nur, Schönes zu schaffen, sondern die Wahrheit, das Gute und die Schönheit offenzulegen, die in den Windungen der Geschichte verborgen sind… Lasst euch vom Evangelium der Seligpreisungen leiten und eure Kunst sei die Ankündigung einer neuen Welt…. Hört nie auf zu suchen, zu hinterfragen, etwas zu riskieren. Denn wahre Kunst ist nie bequem, sie schenkt den Frieden der Unruhe. Und denkt daran: Die Hoffnung ist keine Illusion; die Schönheit ist keine Utopie; eure Gabe ist kein Zufall, sie ist eine Berufung. Antwortet mit Großherzigkeit, mit Leidenschaft, mit Liebe“.
Ein Hinweis auf die Predigt findet sich auch in dem Text, der für das Angelusgebet vorbereitet worden war und um 12 Uhr vom Presseamt des Heiligen Stuhls veröffentlicht wurde: Das heutige Ereignis, so heißt es dort, „erinnert uns an die Bedeutung der Kunst als einer universellen Sprache, die Schönheit verbreitet und die Völker vereint und dazu beiträgt, der Welt Harmonie zu bringen und jeglichen Ruf nach Krieg zum Verstummen zu bringen… Ich wäre gerne mitten unter gewesen, aber wie ihr wisst, bin ich hier im Gemelli-Klinikum, weil ich noch etwas Behandlung meiner Bronchitis benötige“. In diesem Zusammenhang bedankt sich der Papst für „die Zuneigung, das Gebet und die Nähe, mit ihr mich in diesen Tagen begleitet“. „Ebenso möchte ich den Ärzten und dem medizinischen Personal dieses Krankenhauses für ihre Fürsorge danken: Sie leisten eine so wertvolle und so anstrengende Arbeit, unterstützen wir sie mit dem Gebet!“, heißt es in dem Text abschließend.
(F.B.) (Fides 16/2/2025)


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